Sieg über Torpedo Donauturm
Die Geburt des Titanek
Wienerwald – 14.4.2010 um 20:15Uhr kam es in der Unterliga A zum mit
Spannung erwarteten Aufeinandertreffen der Teams von VEDUNIA und
Torpedo Donauturm, der vierte gegen den fünften der aktuellen
Meisterschaft, die Hietzinger Nobelgigolos gegen die Donauschlümpfe, die
schönen Kinder der Hauptstadt gegen die Freischwimmer aus dem Osten.
Bei starkem Unwetter agierten die Donauturm-Kicker zunächst eher wie
Nichtschwimmer, immer wieder verloren die Ocker-kack-gelben
unnötigerweise Bälle auf dem glitschigen Grün. Temperaturen knapp über
dem Gefrierpunkt und peitschender Regen machten auch VEDUNIA zu
Beginn stark zu schaffen, doch das Weiße Ballett konnte sich schnell
eine leichte Feldüberlegenheit erarbeiten. Die erste Halbzeit war
geprägt von harten Zweikämpfen und unnötigen Attacken beider Teams und
Schiedsrichter Oezdogan Ferdi (Name nicht von der Redaktion geändert)
schien oftmals den Durchblick zu verlieren. Anders ist es kaum zu
erklären dass bei einigen rüden Attacken der Donautürme der Griff zum
gelben Karton ausblieb. Dies erhitzte die Gemüter der rund zehn VEDUNIA-Hools,
die ansonsten für fanatische Stimmung von den Rängen sorgten und den
einen Torpedo-Zuschauer in Angst verstummen ließen. Erhitzte
Diskussionen zwischen Fanvertretern und dem sichtlich verängstigten
Linienrichter folgten als der harte Kern des ‘Commando Vedunia‘ einige
Bengalische Feuer, Rauchtöpfe und Feuerwerksraketen zündete. Diese
unnötigen Aktionen, die von Unkenrufen (Wir scheißen auf Fekters
Gesetze!) und Analdrohungen (Fäkal Fekter!) gegen Frau Minister Mizzi
Fekter begleitet wurden, dürften noch ein gerichtliches Nachspiel haben.
Verantwortlicher Kriminalunterinspektor Schabetsberger sagte heute
Morgen diesbezüglich Gegenuber der APA: ‘Einer der Übeltäter wurde
bereits per Stimmabgleich ausgeforscht. Der lautstarke, unrasierte junge
Mann darf sich wohl auf einige Spiele Stadionverbot freuen!’ Auf dem
Rasen kam unterdessen Torpedo besser in Schwung; das Spiel war nun
ausgeglichener da sich Torpedo über Driblinksi ‘Werner’ auf der rechten
Außenbahn einige Chancen erarbeitete. Immer wieder scheiterten die
Donaukinder jedoch an Titan Vanek im VEDUNIA-Tor.
‘Titanek’ zeigte eine absolute Weltklasse-Leistung und empfahl sich für
noch höhere Aufgaben. Auf der Gegenseite zeigte die Offensivabteilung
der VEDUNIA gegen Ende der 1. Hälfte endlich, warum nicht nur das im
Regen völlig durchsichtiges Bein- und Bauchkleid, sondern vor Allem das
Kombinationsspiel der Hietzinger Boys ein Augenschmaus ist. Spiegelfeld
und Kapitän Bauer aus rund 15 Meter vergaben die besten
Torchancen. Mit 0-0 ging es in die Pause.
Die zweite Hälfte begann mit einem Paukenschlag. Nach rund fünf Minuten
wuchtete Wayne Spiegelfeld eine Maßflanke vom ‘Nogl’ Roessner unhaltbar
zur 1-0 Führung für VEDUNIA ins Tor. Nun war der Anhang des
weißen Balletts nicht mehr zu halten. Absperrungen wurden übersprungen
und die Wienerwald-Arena in ein rauchendes Meer verwandelt. Doch das
Spiel war noch war nichts entschieden. Im Zuge einiger Auswechslungen
brachten die Donauschlümpfe neuen Schwung in Ihr Spiel und verstärkten
den Druck. Auf Seiten VEDUNIAs kam es in der 60. Spielminute zum
lang ersehnten Comeback von Roessner Senior. Die 11 VEDUNIAner
auf dem Feld hielten nun mit einer Mischung aus alten Hasen und
jungen Kämpfern, mit aufopferndem Mannschaftsgeist und großartigem
Fansupport dem Druck der transdanubischen Ostkicker gut entgegen.
In der 67. Minute ein Genieblitz: Flügelflitzer Ledeb'ur verwandelte
- von der pyrotechnische Darbietung an der Seitenoutlinie in multiple
Orgasmen versetzt - einen Seiteneinwurf aus fünfzig Meter direkt ins
Tor. Das 2:0 war die Vorentscheidung doch VEDUNIA hatte noch
bange zwanzig Minuten zu überstehen in denen sich die Mannschaft etwas
zu sehr in die eigene Hälfte zurück zog. Donauturm zeigte in dieser
Phase warum die Ocker-kack-gelben in der Tabelle (noch) einen Rang vor VEDUNIA
rangieren doch der überragende ‘Titanek’ lies an diesem Abend
(fast) keinen Ball passieren. In der 75. Spielminute kam noch einmal
etwas Spannung auf als Torpedo einen etwas merkwuerdigen Elfmeter im
zweiten Versuch nach Glanzparade verwandelte. Die VEDUNIA brachte
das Spiel jedoch noch gut über die Runde und kam nun bis auf sechs
Punkte Donaukinder heran.
Text: Nikki Chuck Rössner